Diplomarbeit 2008
Mediendesign
Lebenswerk ist ein großes Wort, aber gefühlt ein halbes Leben hat mich diese Arbeit an Zeit gekostet. Immerhin hab ich dabei allerhand Neues gelernt.
Die Diplomarbeit war möglicherweise die letzte Gelegenheit, 6 Monate lang nichts anderes zu machen, als dieses eine Projekt. Ohne, dass einem reingequatscht wird und man die volle Kontrolle über die Richtung hat, in die man gehen will. Ob das jetzt gut für ein Projekt oder das eigene Privat-Leben ist, sei dahingestellt.
Der Titel der Arbeit: “Vom Banner zum interaktiven Video – Der Einsatz innovativer Werbeformate im Internet am Beispiel eines Unternehmens der Versicherungsbranche.” ist ganz schön lang, sagt aber ziemlich genau aus, was ich gemacht hat.
Kurz und bündig ist es eine Online-Werbemittelkampagne für Nationwide, ein Versicherungsunternehmen aus den USA.
Das Schöne an der Arbeit war, dass es ungefähr jede Disziplin in Sachen Gestaltung, die mich interessiert, brauchte, um sie fertig zu kriegen. Es musste konzipiert, gebastelt, gefilmt, gelayoutet, getextet, geschnitten, nachbearbeitet, ge3dt, geschauspielert, animiert und programmiert werden.
Das Ganze war eine Art autodidaktische Fortbildung, das war vielleicht auch der Grund, das Thema so zu gestalten.
So sah dann das augedruckte Ergebnis aus. Braun war die Farbe der Qual Wahl, weil das wohl die von der Verwaltung vorgegebene Farbe war. Nicht die Schönste zugegeben, aber mit weißer Schrift wars dann ok. Hinten drin war die DVD mit den Daten. Das Ganze braune Büchlein beinhaltet sozusagen den ganzen theoretischen Unterbau für die praktischen Arbeiten.
Auch Banner genannt oder Display Ads oder oder oder. Da gibt es so viele Namen für wie Sand am Meer, vor Allem für die unterschiedlichen Formate. Hier mal das erste Format (Content Ad oder Medium Rectangle) aus der Diplomarbeit. Drauf Klicken, dann geht’s los. Nicht vergessen: Ton an.
Was ich besonders mag, ist die Interaktivität am Ende. Man kann wählen, was man machen will und wird nicht bei jedem vesehentlichen Klick auf den Hintergrund irgendwohin in einem neuen Fenster rumgeschickt. Problem ist, dass das niemand erwartet bzw. nicht gewohnt ist. Ist die Frage ob’s gerafft wird.
Was ich irgendwie im Nachhinein ärgerlich aber auch lustig finde ist, was für eine Chance ich verpasst habe, indem ich mit der Idee für diese Banner nicht Geld verdient habe. Links sieht man ein Format als Werbung für eine Autoversicherung. Mittlerweile kommt mir das Ganze bissl cheesy vor, aber ich bin immer noch völlig überzeugt von der Idee dahinter.
Das ganze Konzept der Banner baut auf dem der Überraschung und ein wenig auf Involvierung auf. Soll heißen, man denkt erst es handelt sich um eine Autowerbung für ein tootal dolles Audo, dann aber entpuppt es sich als Versicherungs-Werbung, wo einfach so das Auto geklaut wird. Was ich aber sagen muss, ist, dass mir das Wohnzimmer-Banner besser gefällt von der Umsetzung her. Näher am Markt oder wie man das nennen will, ist aber wohl das Auto-Banner, was Folgendes bestätigt:
Eine sehr ähnliche Werbung hat dieses oder letztes Jahr bei Cannes einen Löwen gewonnen. Zugegeben deren Platzierungskonzept ist absolut die Krönung der Idee.
Schnell ansehen. (links da is dit Video)
Bei Interesse kann ich den theoretischen Unterbau gerne als PDF zur Verfügung stellen.
Danke für den Hinweis. Hab mal statt SWFObject was anderes namens UFO genommen. Läuft besser ;)
Du hast irgendwie die Banner falsch verlinkt, ich konnte sie erst anschauen nachdem ich mit Firebug den -Tag ein bisschen weiter nach hinten versetzt habe ;-)
*werbung* – die Geschichte, wie ich an soviel grünen Stoff gekommen bin, gibs nur persönlich erzählt ;)